Theoretische Grundlagen

Theoretische Grundlagen

Wache Sinne sind Grundlage für gesundes Fühlen; gesundes Fühlen ist Grundlage für unbefangenes Denken; unbefangenes Denken ist Grundlage für inspiriertes Entscheiden und Handeln. (Bauer, Costa u. Widiger, Damasio, Dornes, Goleman, Hoffmann-Axthelm, Keleman, Lewine, Roth, Rüegg, Singer, Spitzer, Sollmann, Stoffer, Winnicott)

Die Entwicklungsgeschichte eines Menschen ist entscheidend für seine Körperverfassung, Gefühlswelt, Grundorientierung und Verhaltenssteuerung. Bedeutungsvolle Erfahrungen in der Kindheit bilden die Basis für alle weiteren Entwicklungsschritte. (Bowlby, Dornes, Freud, Jung, Kernberg, Lipton, Lowen, Reich, Stern, Winnikott)

Persönlichkeit und Charakter sind Ausdruck genetischer, vor allem aber erworbener Grundhaltungen. Existentiell bedeutsame Erfahrungen werden zu charakteristischen Strukturmerkmalen verarbeitet und dauerhaft verankert. (Bauer, Costa u. Widiger, Damasio, Freud, Geisler, Hüther, Keleman, Lowen, Reich, Schmieta)

Energetische Spannungszustände sind ein vitales Grundelement der Psyche. Im Sinne der Lebens-, Art- und Selbsterhaltung sind sie biologisch etabliert und wirken weitgehend unbewusst. Psyche und Soma (Körper) funktionieren dabei als Einheit. (Berceli, Damasio, Dornes, Freud, Jung, Keleman, Levine, Lowen, Reich)

Unbewusste innere Prozesse, vor allem im instinktiv emotionalen Bereich, vermitteln oder verhindern entscheidende Orientierung. Jedes “bewusste“ Denken, Handeln und Verhalten ist davon abhängig. (Berceli, Bowlby, Costa u. Widiger, Ciompi, Damasio, Freud, Geisler, Jung, Kapfhammer, Lowen, Reich)

Verdrängte Inhalte der Psyche wirken als Einschränkung einer gesunden, gut integrierten Identität. Die Dynamik des Verdrängens und der Wiederkehr des Verdrängten ist Ursache für andauernden Stress. (Bauer, Bowlby, Damasio, Emmrich, Freud, Fromm, Jung, Kapfhammer, Lowen, Rüegg, Reich, Rossi, Roth, v. d. Kolk, Winnicott)

Körper und Psyche des Menschen funktionieren identisch; das Unbewusste findet in den Funktionen und Strukturen des Körpers seinen Ausdruck. Körperorientierte Methoden erleichtern, vertiefen und klären den Bezug zu unbewussten Anteilen. (Ekman, Hüther, Keleman, Lowen, Montague, Reich, Rensing et al., Roth, Rothschild, Rossi)

Körperorientierte Verfahren sind in der modernen Psychotherapie unentbehrlich geworden. Die Behandlung präverbaler und posttraumatischer Störungsbilder auf subkortikaler Ebene ist durch rein verbale Verfahren nachweislich nicht möglich! (Bowlby, Damasio, Grawe, Hüther, Lowen, Montague, Reich, Roth, Rothschild, Singer, Spitzer)

Therapeutische Körperinterventionen können außerordentliche Gefühls- und Bewusstseinszustände auslösen. Es gilt, sie wirksam zu “erden“ und das Erlebte identitätsgerecht zu integrieren. So entsteht gesunde Orientierung und Vitalkraft. (Ehrensperger, Geißler, Hoffmann-Axthelm, Keleman, Koemeda-Lutz, Levine, Lowen, Sollmann)

Das Erscheinungsbild des Körpers ist Ausdruck der Persönlichkeit. Zur physischen, psychischen und mentalen Einschätzung eines Menschen gibt der Körper dem geübten Beobachter wertvolle Hinweise. (Damasio, Ehrensperger, Geuter, Hüther, Jung, Keleman, Lipton, Lowen, Nyanaponika, Reich, Sollmann)

Bioenergetische Analyse behandelt das psycho-neuro-physiologische Gesamtsystem. Bei somatischen Störungen wird der psychische, und umgekehrt, bei psychischen Störungen der somatische Kontext mitbehandelt. (Berceli, Emmrich, Geißler, Geuter, Grawe, Hoffmann-Axthelm, Keleman, Koemeda-Lutz, Levine, Lowen, Madert, Reich, Rothschild, Rüegg, Singer, Sollmann)

Stress folgt automatisierten, zustandsabhängigen Steuerungsmechanismen. Besonders chronifizierter Stress unterliegt einer subkortikal neurobiologisch etablierten Dynamik, die durch Denken und Verhaltensänderung nicht zu lösen ist. (Bauer, Ehrensperger, Grawe, Hoffmann-Axthelm, Hüther, Keleman, Levine, Lipton, Rensing, Selye, Stoffer)

Angst kann Leben retten und ist zunächst einmal nützlich. Chronifizierte oder deformierte Angst jedoch verwirrt den Geist und belastet den Organismus. Mit Vernunft können die biologischen Hintergründe nicht gelöst werden. Therapeutische Körperarbeit, Mitgefühl und Vertrauen sind nötig. (Bauer, Grawe, Hüther, Riemann, Rüegg, Selye, Stoffer)

Depression bedeutet eine schwerwiegende Einschränkung der vitalen Persönlichkeitspotentiale. Sie kann vielfältige Ursachen haben. Auf jeden Fall liegt eine Angst vor lebendigerem Leben zugrunde. Therapie bedeutet die Revitalisierung der Atmung und den Aufbau gesunder Neurofunktionen. (Assaglioli, Damasio, Geuter, Goleman, Hoffmann-Axthelm, Lowen, Madert, Roth, Rüegg, Sollmann)

Aggression bedeutet grundsätzlich eine lebensnotwendige Antriebsqualität. Gesunde Lebensgestaltung erfordert eine frei funktionierende, unverzerrte Aggressionssteuerung. Muskuläre, emotionale und/oder geistige Blockierungen dürfen keine Verzerrung bewirken. (Bauer, Ehrensperger, Ekman, Geuter, Hoffmann-Axthelm, Levine, Lowen, Reich)

Trauma ist durch Denken nicht zu fassen. Überwältigende innere Vorgänge und hirnorganische Veränderungen gehören dazu. Verbale und/oder medikamentöse Therapie ist hier nicht genug. Körperpsychotherapeutische Zugänge müssen integriert werden. (Bauer, Berceli, Grawe, Hüther, Hoffmann-Axthelm, Kapfhammer, Levine, Levine u. Kline, Lewis Herman, Madert, Rensing, Rothschild, v. d. Kolk)

Wahrnehmung, Bedeutungsgebung und Verhalten sind hirnorganisch interdependent eng vernetzt. Unbewusste Anteile und kognitives Bewusstsein werden im Limbischen System koordiniert, wobei so genannte Somatische Marker als Orientierungsgrundlage dienen. (Bauer, Bowlby, Damasio, Dornes, Geißler, Hüther, Keleman, Madert, Roth, Spitzer)

Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Lernen, Gedächtnis, Antrieb, Emotionalität und Problemlösen werden biologisch zu neuro-funktionalen Bezugssystemen und “Mustern“ verbunden. Sie sind neuronal interdependent eng vernetzt. Kognitive Innovation muss die subkortikalen Wurzeln einbeziehen. (Bauer, Berceli, Damasio, Ehrensperger, Ekman, Gardner, Goleman, Hüther, Lipton, Madert, Rüegg, Rossi, Roth, Rothschild, Spitzer)

Wirklichkeit wird von jedem Gehirn nach individuellen Maßstäben konstruiert. Auf der Grundlage früherer Prägungen werden aktuelle Situationen beantwortet. Etablierte Deutungsmuster wirken dabei als unbewusste Fixierungen auf physischer, psychischer, rationaler und sozialer Ebene. (Bauer, Bowlby, Gardner, Grof, Madert, Rensing, Rossi, Roth, Rothschild, Rüegg, Spitzer)

Die Bedeutung von Gedanken und Handlungen wird durch Gefühle bestimmt; die Bedeutung von Gefühlen wird durch Körperempfinden und Bewusstsein bestimmt. Gesunde Intelligenz bedeutet intakte Vernetzung und unverfälschte Bewusstheit. (Bauer, Damasio, Gardner, Goleman, Hoffmann-Axthelm, Hüther, Singer, Tenzin Gyatso, Tulku)
Eine immanente (fraktale) Affekt-Logik liegt jeder Art von aktiver und reaktiver Impulssteuerung zugrunde. Sie wirkt neuro-biologisch als übergeordnetes Steuerungsprinzip bei der Konfiguration von gesundem und neurotischem Denken und Verhalten. (Bauer, Ciompi, Emmrich, Gardner, Golman, Hüther, Jung, Maslow, Rensing, Roth, Singer)

Meditation ist tiefgehende, vielschichtige Geistestätigkeit. Besonders für Menschen in anspruchsvollen Lebenssituationen kann Meditation zur heilenden Erfahrung werden, eine große Hilfe auf dem Weg der persönlichen und spirituellen Entwicklung. (Assaglioli, Ekman, Goleman, Madert, Maslow, Nyanaponika, Ricard, Singer, Tenzin Gyatso, Tulku)

Psyche und Seele werden von der wissenschaftlichen Psychologie gleichgesetzt. Moderne Forschung weist jedoch auf eine multidimensionale Welt des Geistes hin. ‚Seele’ wird zunehmend mit vital relevanten, transpersonalen Phänomenen in Verbindung gesetzt. (Ekman, Fromm, Goleman, Grof, Hellinger, Jung, Lipton, Madert, Maslow, Tart, Utsch)

Körper und “Seele“ des Menschen stehen in direktem Bezug. Moderne und traditionelle Methoden der körperorientierten Bewusstseinsbildung machen es deutlich. Menschliche Selbstheilungspotentiale sind nur auf dieser Grundlage zu aktivieren. (Assaglioli, Damasio, Ekman, Frankl, Grof, Lipton, Lowen, Madert, Das Manifest, Rossi, Roth, Tulku)

Wirksame Heilung von körperlichem, psychischem und seelischem Leiden gelingt nur, wenn Hintergründe, Ursachen und Sinnzusammenhänge mitberücksichtigt werden. Somatisch-emotionale Motivation gibt Anstoß zu tiefer gehenden Heilprozessen. (Assaglioli, Bauer, Grawe, Keleman, Lipton, Lowen, Rossi, Rüegg, Singer, Tenzin Gyatso)

Seriöse Heilerfolge in der Psychotherapie sind kurzfristig nicht dauerhaft zu etablieren. Heilung wird als multidimensionaler Entwicklungsprozess verstanden, der einen angemessenen Beziehungs- und Zeitrahmen benötigt. (Bowlby, Emmrich, Geißler, Geuter, Grawe, Hoffmann-Axthelm, Hüther, Lewis Herman, Lowen, Rensing, Rüegg, Singer)

Primäre Heilwirkung entsteht durch heilende Beziehungsgestaltung. Entscheidend ist die Tiefe, die Kraft, die Klarheit und die Stimmigkeit der heilenden Beziehung, die sich zwischen Therapeut/in und Patient/in zu entfalten vermag. (Assaglioli, Bauer, Bowlby, Damasio, Doubrava, Ehrensperger, Ekman, Emmrich, Freud, Fromm, Geißler, Goleman, Hopf, Hüther, Keleman, Kernberg, Levine, Lipton, Winnicott)

Das menschliche Gehirn ist für rein zweckerfüllende Funktionen bei Weitem überdimensioniert. Die primäre Disposition liegt wohl in seiner kreativen, Sinn schöpfenden Beziehungs- und Gestaltungsfähigkeit. Sie ermöglicht Entwicklungen in unbegrenzt neue Dimensionen. (Damasio, Hüther, Emmrich, Gardner, Goleman, Das Manifest, Roth)

Geist und Bewusstsein als fundamentale Hirnfunktionen des Menschen bleiben aus Sicht der modernen Neuro-Wissenschaften im Wesentlichen unerklärbar. Neuere Verständniskonzepte erkennen die Körper-Seele Einheit an. (Emmrich, Grof, Hellinger, Hüther, Lipton, Das Manifest, Roth, Singer, Spitzer, Utsch et al.)

Ein tieferes Verstehen der psychisch-seelischen Dimension erfordert neuartige Kooperationsmodelle von Natur- und Geisteswissenschaften. Zum Beispiel zeigt die Praxis, dass “unterbewusste“ und “höhere“ Bewusstseinsebenen einer klaren Differenzierung bedürfen. (Adler, Assaglioli, Bauer, Ehrensperger, Fromm, Grof, Hüther, Jung, Lipton, Lowen, Madert, Das Manifest, Nyanaponika, Reich, Rossi, Rüegg, Schmidtbauer, Tulku)

Entscheidend bei all dem ist für uns eine alte Weisheit. Sie besagt:

„Wir sollen Verkündetes nicht nur deswegen glauben, weil es verkündet worden ist; noch sollen wir Überlieferungen nur wegen ihres ehrwürdigen Alters glauben; noch Gerüchten, die nur Gerüchte sind; noch den Schriften der Weisen, nur weil Weise sie geschrieben haben; noch Vorstellungen, von denen wir anzunehmen geneigt sind, dass sie uns von Devas (vermeintlich höchst geistige ‚göttliche’ Quellen der Inspiration) eingegeben worden sind; noch den aus willkürlichen Annahmen gefolgerten Schlüssen; noch dem, was scheinbar logisch kausaler Zusammenhang ist; noch der bloßen Autorität unserer Lehrer oder Meister. Aber wir müssen glauben, wenn die Schrift, die Lehre oder das Verkündete bestätigt wird durch unsere Erkenntnis. Darum lehrte ich euch, nicht zu glauben, bloß weil ihr vernommen habt, sondern erkennend zu glauben und dementsprechend in voller Verantwortlichkeit zu handeln.“

(Gautama Buddha)

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